Sie sind Organisationstalente mit Nerven aus Stahl: Katja Joostberens und ihr Team der Offenen Ganztagsschule leisten beste Arbeit unter nicht so einfachen Bedingungen.
Die Steinfurter CDU steht seit langem in Gesprächen mit der Verwaltung und den Trägern der offenen Ganztagsbetreuung an den Grundschulen. Das Elternschreiben zur Situation im ehemaligen Gemeindezentrum an der Kreuzstiege nahmen Vertreter der Fraktion jetzt erneut zum Anlass für einen weiteren Ortstermin. Mit dabei die Vertreter der Eltern, der Grundschule und Volker Rotthauwe für den Träger.
„Mit 100 Kindern, die ab Unterrichtsschluss bis 16 Uhr hier betreut werden, überschreiten wir räumlich unsere Grenzen“, erklärte die Leitung durch Katja Joostberens den Kommunalpolitiken. Es gibt kaum Ausweichsituationen für Gruppen- und Projektarbeit und das Angebot der Sanitäranlagen ist nicht mehr hinnehmbar.“ Die Elternvertreter fordern erste Lösungsansätze zur aktuellen Situation und letztendlich Grundsatzentscheidungen, wie es mit der Ganztagsschule in Steinfurt weitergehen kann. „Der weitere Bedarf wird schneller steigen, als der demographische Wandel mit zurückgehenden Schülerzahlen greifen wird“.
„Eine Lösung wie in Greven, in der die Plätze nun nach Priorität der Berufstätigkeit der Eltern vergeben werden, wollen wir ebenso vermeiden wie Wartelisten. Auf Grund der räumlichen Situation kann aber auch nicht unbegrenzt die Kinderzahl erhöht werden. Hier muss eine Lösung her, die allen Anforderungen gerecht wird“, erklärte die CDU-Fraktionsvorsitzende Doris Gremplinski. Sie sprach sich deutlich dafür aus, dass es keinen Bruch zwischen der Ganztagsbetreuung in den Kindertageseinrichtungen und den Grundschulen geben darf. „Hier ist Verlässlichkeit gefordert“.
Vor Ort im Trubel der Offenen Ganztagsschule, CDU, Trägervertretung, Eltern und Leitung
Günther Gromotka bestätigte als Ausschussvorsitzender erste Vorschläge der Verwaltung zur nächsten Sitzung des Schulausschusses. Über eine Erhöhung der Personalkostenanteile, die eine differenzierte Gruppenarbeit ermöglichen sollen und die Aufarbeitung der Defizite bei den sanitären Anlagen muss die Politik dann entscheiden. Grundsätzlich, so betonte auch Elmar Bode, muss im Rahmen der Schulentwicklungsplanung der Bereich der Ganztagsschule ein weiterer Schwerpunkt werden. Die aktuellen und hochgerechneten Zahlen für die nächsten Jahre liegen vor. Sie müssen für die langfristige Planung der Entwicklung der Grundschulen und der ergänzenden Betreuung genutzt werden. Ob eine Pavillonlösung zur kurzfristigen Entlastung finanzierbar und machbar ist, will die CDU bis zur Sitzung von der Verwaltung abgeklärt haben.